Dr. Hans Jennes (04.06.2010)
Mit Mord und Raub überfiel die israelische Kriegsmarine am Morgen des 31. Mai 2010 einen internationalen Schiffskonvoi mit zivilen Hilfsgütern für die Not leidende palästinensische Bevölkerung im seit Monaten hermetisch von Israel abgeriegelten Gazastreifen. Bei diesem Überfall wurden 9 Menschen ermordet, die ca. 500 Teilnehmer der Hilfsaktion entwürdigend behandelt, ihrer persönlichen Sachen und ihrer Freiheit in einem Hochsicherheitsgefängnis beraubt. Unter ihnen der Bestsellerautor Henning Mankell und zwei weibliche Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LiNKE. Dieses rigorose Vorgehen erlaubt sich die israelische Regierung nur, weil sie die schützende Hand Washingtons über sich weiß. Auch Frau Merkel verhält sich zurückhaltend. Sie fordert erst eine überparteiliche Aufklärung. Dabei liegt die Sache vollkommen klar auf der Hand. Stattdessen wird sie nicht müde die Anerkennung Israels durch die palästinensische Seite (Hamas) zu fordern. Dabei ist es endlich an der Zeit, Israel aufzufordern das Existenzrecht der palästinensischen Bevölkerung und die Integrität des palästinensischen Gebiets anzuerkennen. Seit Jahrzehnten okkupieren israelische Siedler immer neue Teile palästinensischen Gebietes. Mehrere Generationen der Palästinenser vegetieren seit über sechzig Jahren in Flüchtlingslagern. Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft die israelische Regierung und die Rechten in Israel zwingt, ihren Traum von einem Großisrael aufzugeben und den Palästinensern ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht.
Es ist infam, ein Recht für das unmenschliche Vorgehen der israelischen Seite gegen die Palästinenser aus den abscheulichen Verbrechen der deutschen Faschisten gegen Millionen jüdischer Menschen herzuleiten. Die Reaktion in Israel missbraucht den Holocaust für ihre menschenfeindlichen Ziele. Damit schändet sie im Nachhinein das Andenken an die Millionen Opfer der Nazibarbarei.